Was ist Aquaponik?

Rund ein Drittel aller Speisefische kommt heute aus der Aquakultur, d. h. aus Zuchtanlagen. Doch diese Produktionsweise verbraucht und verschmutzt große Wassermengen.

Aquaponiksysteme verbinden hingegen Fischzucht (Aquakultur) mit Pflanzenzucht auf Substrat (Hydroponik) durch einen gemeinsamen Wasser-und Nährstoffkreislauf innerhalb eines Gebäudes.

Das von den Fischen ausgeschiedene Ammonium im Nutzwasser der Aquakultur wird in Biofiltern durch Bakterien in Nitrat umgewandelt. Das Abwasser aus dem Fischbecken wird nach dem Biofilter für die Bewässerung und Düngung der Pflanzen wiederverwendet. Dadurch entfällt die ökologisch problematische Entsorgung von Abwässern aus der Aquakultur. Das von den Fischen abgegebene Kohlendioxid wird von den Pflanzen fixiert (verbraucht), sodass eine Aquaponikanlage nahezu CO2-neutral und emissionsfrei betrieben werden kann. Der Wasserbrauch liegt bei einem Drittel im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft und kann bis zu einem Fünftel reduziert werden, wie neuste Studien belegen. Somit ist die Aquaponik eine effiziente und umweltfreundliche Methode um den stetig steigenden Verbrauch an Nahrungsmitteln zu decken.

Die Produktion findet ganzjährig in geschlossenen Räumen (Gewächshäuser oder belichteten Hallen) statt, sodass die Erträge um ein Vielfaches höher sind als in Freilandanlagen. Das Gemüse kann nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden, da sie in das Wasser der Fische gelangen und diese töten würden. Das Gemüse kann voll ausreifen und schmeckt dadurch auch wie aus dem heimischen Garten. Aquaponik ist die Zukunft der Landwirtschaft und wir wollen als erstes bayerisches Unternehmen eine führende Rolle in der Zukunft übernehmen.